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Klinik und Poliklinik für Dermatologie

Forschungsprojekte

Experimentelle Studien

Onkogene Mutationen in benignen Hauttumoren und Hamartomen
Leitung: Dr. Leopold Größer
Mitarbeiter: Eva Peterhof, Dr. Sebastian Singer, Anne-Sophie Shen
Kooperationspartner: Prof. F. Real, CNIO, Madrid; Prof. Dr. Christian Hafner, Dermatohistologische Praxis, München
Kurzzusammenfassung
In diesem Projekt werden benigne Hautveränderungen bezüglich onkogener Mutationen untersucht. Die beteiligten Mechanismen und Signalwege, die zur Ausbildung der kongenitalen oder erworbenen Hamartome und Tumoren führen, werden analysiert.


Genetische Alterationen beim Talgdrüsenkarzinom
Leitung: Dr. Leopold Größer
Mitarbeiter: Eva Peterhof, Dr. Sebastian Singer
Kooperationspartner: Prof. Dr. Christian Hafner, Dermatohistologische Praxis, München
Kurzzusammenfassung
Bei diesem Projekt sollen verschiedene genetische Alterationen beim Talgdrüsenkarzinom identifiziert und deren funktionelle Bedeutung analysiert werden.


DFG-Projekte SCHR 1228/3-1 und ME4147/2-1
Lumineszenz-basierte 2D-Visualisierung des intra- und extrazellulären Tumor-pH sowie Untersuchung des Einflusses von pH auf Tumorzellproliferation und     -migration in vitro
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Prof. Dr. rer. nat. Joachim Wegener (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik, UR)
Mitarbeiter: Postdoktorand Biologie (UKR), Postdoktorand Chemie (UR)
Kooperationspartner: Prof. Stine Falsig Pedersen (Department of Biology, University of Copenhagen, Denmark), Dr. rer. nat. Michael Kirschbaum (Fraunhofer Institut für biomedizinische Technik, Potsdam)
Kurzzusammenfassung
In diesem DFG-Projekt soll ein auf  lumineszenten Nanopartikeln basierendes 2D-Imaging-System entwickelt und etabliert werden, mit dem in vitro intra- und extrazelluläre pH-Werte gemessen werden können. Zunächst sollen extra- und intrazellulärer pH in nicht-tumorösen Zellen (adulte Keratinozyten) und Tumorzellen (Melanom, Plattenepithelkarzinom) visualisiert werden. Nach Validierung des Systems werden pH-regulierende Proteine in Melanom- und Plattenepithelkarzinomlinien supprimiert (exemplarisch NHE1) und deren Einfluss auf den Tumor-pH untersucht. Weiterhin soll geklärt werden, welche Konsequenzen extrazelluläre pH-Änderungen in den o.g. Tumorzelllinien bezüglich zwei wesentlichen Aspekten des Tumorwachstums (Proliferation und Migration) bewirken. Die Erkenntnisse sollen u.a. für den Einsatz von den Tumor-pH modifizierenden Pharmaka zur Verfügung stehen. Eine Modifikation des Tumor-pH-Gradienten hat auch eine vermehrte Anreicherung von Zytostatika in Tumorzellen und eine verringerte Toxizität für das umliegende Gewebe zum Ziel.


Zweidimensionale Lumineszenz-Bildgebung von Wasserstoffperoxid (H2O2) im Rahmen der Wundheilung in vivo
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Dr. rer. nat. Robert J. Meier (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik)
Kooperationspartner: Dr. rer. nat. Gregor Liebsch (PreSens Precision Sensing GmbH)
Kurzzusammenfassung
Neue Erkenntnisse zeigen, dass Wasserstoffperoxid (H2O2) ein wichtiger inter- und intrazellulärer Botenstoff ist. H2O2 scheint möglicherweise eine entscheidende Rolle in den verschiedenen Phasen der Wundheilung zu spielen. Erst vor kurzem konnte gezeigt werden, dass H2O2-Gradienten für die Leukozytenrekrutierung in das Wundbett unmittelbar nach der Gewebeverletzung essentiell sind. Allerdings konnte dies nur mit dem genetisch codierten Sensor HyPer an einem Zebrafischmodell gezeigt werden. Daher ist die Frage völlig ungeklärt, ob in Säugetieren und speziell beim Menschen solche H2O2-Gradienten existieren und eine Rolle spielen. Diese Frage soll durch Entwicklung und Anwendung neuer lumineszenter Sensoren für die Visualisierung von H2O2 in vivo im Rahmen der Wundheilung am Menschen untersucht werden.


Zweidimensionale Darstellung des Sauerstoffpartialdrucks und des pH-Wertes in akuten, chronischen und radiogenen Wunden
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Dr. rer. nat. Robert J. Meier (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik, UR)
Mitarbeiter: Dr. med. Katharina Weiß, Doktoranden
Kooperationspartner: Dr. med. Frank Haubner (Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde), aktuell ZIM FuE-Projektförderung für Imaging in radiogenen Wunden beantragt
Kurzzusammenfassung
Bislang standen keine Verfahren zur Visualisierung des pO2- und pH-Wertes auf menschlichem Gewebe in vivo zur Verfügung. Unserer Arbeitsgruppe gelang die Entwicklung eines weltweit einzigartigen Verfahrens, das eine zweidimensionale kontinuierliche Darstellung des pO2- und pH-Wertes auf menschlichem Gewebe in vivo ermöglicht. Das neue Verfahren erlaubt erstmals ein Studium dieser Parameter im Rahmen verschiedener Stoffwechselprozesse in vivo am Menschen. Die Anwendung im Rahmen der Wundheilung zeigte erstmals, dass sowohl pO2- als auch pH-Wert als Surrogatparameter der physiologischen Wundheilung fungieren können. Aktuell werden heterogene chronische Wunden mittels dieses Verfahrens untersucht, insbesondere solche die aufgrund einer Bestrahlung bestehen. Aus diesem Projekt entstanden bereits zahlreiche hochrangige Publikationen (Proc Natl Acad Sci USA, Angew Chem Int Ed Engl, JID, Exp Dermatol) und es wurden mehrere Forschungspreise verliehen (Heinz Maurer Preis, Novartis Graduierten-Stipendium, 3 Mal Glanzlicht biomedizinischer Forschung).


Reversible somatische Mosaizismen im Rahmen der Wundheilung
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Sonja Haverkampf
Kooperationspartner: PD Dr. med. Dr. med. dent. Martin Gosau (Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Dr. med. Julia Schreml (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln),
Prof. Dr. med. Bernd Wollnik (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln)
Kurzzusammenfassung
Im Rahmen der Wundheilung müssen Zellproliferation und -migration temporär lokal gesteigert und anschließend wieder reduziert werden. In diesem Zusammenhang sind vielfältige molekulare Mechanismen bekannt, u.a. reguliert durch Zytokine, Chemokine, Wachstumsfaktoren und verschiedene extrazelluläre Signale (z.B. pH und H2O2). Bei einzelnen Formen der Epidermolysis bullosa konnte gezeigt werden, dass die Induktion oberflächlicher kutaner Wunden zu lokalen somatischen Mosaizismen führt, die das Wiederauftreten dieser Erkrankung in den entsprechenden Bereichen verhindert. Auch bei der Ichthyoisis variegata spielen neu auftretende somatische Mosaizismen eine Rolle für die lokale Abheilung mit Bildung des typischen Konfettimusters. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bislang keine Erkenntnisse über induzierbare und ggf. reversible somatische Mosaizismen in kutanen Wunden bestehen. Dieses Projekt soll mittels neuester molekulargenetischer Techniken (Haloplex, Next Generation Sequencing) Aufschluss darüber geben, ob solche Prozesse auch im Rahmen der physiologischen Wundheilung eine Rolle spielen.


Erforschung der molekularen Grundlagen der multiplen symmetrischen Lipomatose
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Sebastian Tschernitz
Kooperationspartner: Dr. med. Silvan Klein (Plastische Chirurgie), Prof. Dr. med. Lukas Prantl (Plastische Chirurgie), Dr. med. Julia Schreml (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln), Prof. Dr. med. Bernd Wollnik (Humangenetik, Universitätsklinikum Köln)
Kurzzusammenfassung
Das projektspezifische Ziel ist die molekulargenetische Charakterisierung von Patienten mit multipler symmetrischer Lipomatose (MSL). Es handelt sich um eine seltene gutartige Wucherung von Fettgewebe. Die genetischen Ursachen und zugrundeliegenden pathophysiologischen Mechanismen sind unbekannt. Ein Zusammenhang mit dem mitochondrialen Stoffwechsel wird vermutet. In diesem Projekt soll erstmalig eine große Kohorte von Familien und Patienten mit MSL erhoben, klinisch charakterisiert und genetisch mit Hilfe Next Generation Sequencing Technologien untersucht werden. Es besteht bereits der Zugang zu einem Kollektiv von ca. 40 Betroffenen, darunter auch familiäre Fälle. Ziel ist die Identifikation der genetischen Ursachen von familiären Fällen von MSL sowie die Charakterisierung des Erkrankungsspektrums. Die Erforschung der Schlüsselelemente in den komplexen Stoffwechselwegen, die zu Fettverteilungsstörungen wie der MSL führen, ist ein äußerst vielversprechender Ansatz zur Erforschung der Funktion übergeordneter, physiologischer Abläufe des Fettstoffwechsels.


Kutane Amyloidosen und systemische Amyloidosen mit kutaner Beteiligung
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Dorothea Proske
Kooperationspartner: Dr. rer. nat. Josef Schröder (Institut für Pathologie), Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Weber (Institut für Humangenetik)
Kurzzusammenfassung
Amyloidosen sind als klinischer Schwerpunkt in Regensburg etabliert, so dass regelmäßig Amyloidose-Patienten vorstellig werden und somit wiederholt molekularbiologische und elektronenmikroskopische Untersuchungen bei Amyloidosepatienten durchgeführt werden. Diese Untersuchungen finden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Humangenetik (Prof. Dr. B. Weber) und dem Institut für Pathologie (Dr. rer. nat. Schröder) statt. Im Rahmen dieser Untersuchungen konnten bereits zahlreiche Publikationen gemeinsam verfasst und zweimal neue Mutationen für die familiäre Form der primär-kutanen Amyloidose identifiziert werden, die sich auf dem Onkostatin M Rezeptor (OSMR) Gen befinden.


Messung des pH-Wertes und der mikrobiellen Besiedelung der Hautoberfläche bei an Diabetes mellitus Erkrankten
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Mitarbeiter: Dr. med. Barbara Behm, Doktoranden
Kurzzusammenfassung
Patienten, die an Diabetes mellitus erkranken, weisen eine geänderte Hautphysiologie auf. Diese ist teilweise verantwortlich für die erhöhte Rate von Hautinfektionen dieser Patienten. Über die Ursache und die Manifestation der alterierten Hautphysiologie ist wenig bekannt. Im Rahmen dieser Studie wird systematisch und kontrolliert der pH-Wert der Hautoberfläche bei Diabetikern gemessen und das Ausmaß der bakteriellen Besiedelung bestimmt. Der Einfluss der Applikation einer Fruchtsäure-haltigen Zubereitung auf diese Parameter wird bestimmt.


Der Einfluss topisch applizierter Fruchtsäure-haltiger Externa (pH 4) auf den pH-Wert der Hautoberfläche
Leitung: Dr. med. Stephan Schreml, Dr. rer. nat. Robert J. Meier (Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik, UR)
Mitarbeiter: Doktoranden, Dr. med. Barbara Behm, Elisabeth Hanf
Kooperationspartner: Prof. Dr. med. Christoph Abels (Dr. August Wolff GmbH & Co. KG)
Kurzzusammenfassung
Der Begriff Fruchtsäuren ist ein Sammelbegriff für die in Obst vorkommenden organischen Hydroxycarbonsäuren und Dicarbonsäuren. Zu den Fruchtsäuren gehören u. a. Äpfelsäure, Citronensäure, Fumarsäure, Gluconsäure, Glycolsäure, Mandelsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Salicylsäure, α-Hydroxycaprylsäure und Weinsäure. Fruchtsäuren werden in der Dermatologie aufgrund ihrer keratolytischen und antimikrobiellen Wirkung bei zahlreichen Indikationen erfolgreich eingesetzt. Zentrale Anwendungsgebiete sind die Therapie der Akne vulgaris sowie der Einsatz in Kosmetika. Über den konkreten Einfluss der weit verbreiteten Fruchtsäuren auf den pH-Wert der Hautoberfläche ist äußerst wenig bekannt. In einer Serie von Untersuchungen soll der Einfluss kutan applizierter Fruchtsäure in verschiedenen Zubereitungen auf den pH-Wert der Hautoberfläche analysiert werden. Hierbei soll sowohl der Betrag als auch die Nachhaltigkeit der Alteration des pH-Wertes quantifiziert werden. Durch schichtweises Ausdünnen der Epidermis mittels Tape-Stripping soll auch die Alteration des pH-Wertes in tieferen Epidermislagen gemessen werden, um so eine Aussage über die Wirktiefe dieser Externa zu generieren.

 

Nachweis und Charakterisierung von Archaeen auf läsionaler und nicht-läsionaler Haut von Patienten mit atopischem Ekzem oder Psoriasis vulgaris
Klinische Leitung: Dr. med. Stephan Schreml
Biologische Leitung: PD Dr. rer. nat. Tim Maisch, Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter: Dr. med. Christina Drescher
Kurzzusammenfassung
Archaeen zählen zu den bisher weitestgehend unerforschten Mikroorganismen. Der Nachweis von Archaeen in Reinräumen stellte in der Vergangenheit einen ersten Hinweis auf deren Vorkommen auf menschlicher Haut dar. Ob Archaeen einen Bestandteil der natürlichen Hautflora des Menschen darstellen und ob diese auch auf läsionaler, also nicht gesunder, Haut nachweisbar sind, soll in dieser Studie untersucht werden. Hierzu sollen Hautabstriche von nicht hautgesunden Patienten mit atopischem Ekzem (Neurodermitis) oder Psoriasis (Schuppenflechte) erfolgen. Es werden jeweils Proben von läsionaler und nicht-läsionaler Haut gewonnen und auf Archaeen sowie auf Entzündungs- und Eitererreger untersucht. Durch die Studie sollen neue Erkenntnisse zum Vorkommen von Archaeen auf menschlicher Haut und deren Koexistenz mit Bakterien gewonnen werden. Des Weiteren soll untersucht werden, ob ein Zusammenhang zwischen dem Hautstatus (Hauttemperatur, pH-Wert, Fettgehalt, Patientenalter, Hauterkrankung,...) und der Hautbesiedelung mit Archaeen besteht.

 

 
PIB schlägt ESKAPE – Neue langfristige Strategien gegen multi-resistente Bakterien
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter: Dr. Johannes Regensburger, Dr. Anja Eichner, Dr. Anita Gollmer, Sara Wennige
Kooperation: Prof. Dr. Burkhard König, Lehrstuhl für Organische Chemie, Universität Regensburg, Andreas Späth, Sensorik Bayern GmbH, Regensburg
Kurzzusammenfassung
Aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenz von Bakterien werden herkömmliche antibakterielle Therapiemaßnahmen mehr und mehr versagen. Dies stellt eine sehr ernste klinische Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Hervorzuheben sind dabei die sog. ESKAPE-Erreger, Enterococcus faecium, Staphylococcus aureus, Klebsiella pneumonia, Acinetobacter baumanii, Pseudomonas aeruginosa und Enterobacter– Stämme, da besonders diese humanpathogenen Erreger der Wirkung von Antibiotika schnell ausweichen ("escape") können. Eine neue Alternative mit großen Erfolgsaussichten ist die Photodynamische Inaktivierung von Bakterien (PIB). Diese Methode nutzt einen Farbstoff, Photosensibilisator (PS), der durch Absorption von sichtbarem Licht Singulettsauerstoff und Sauerstoffradikale generiert. Diese reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) können bei geeigneter Wahl der Parameter die sofortige oxidative Abtötung der Bakterien bewirken. In diesem interdisziplinären Vorhaben sollen die Zusammenhänge von molekularer Struktur eines Photosensibilisators, Phototoxizität, Applikationsform und Therapiefenster gegenüber bakteriellen Infektionen, verursacht durch die sog. ESKAPE-Erreger, erarbeitet werden.
Förderung: Industriemittel, DFG, Bayerische Forschungsstiftung

 
Photodynamische Inaktivierung von Mikroorganismen im Lebensmittelbereich
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter: Dr. Johannes Regensburger, Dr. Anja Eichner, Dr. Ariane Felgenträger
Kooperation: Prof. Dr. Burkhard König, Lehrstuhl für Organische Chemie, Universität Regensburg, Dr. Peter Muranyi, IVV Fraunhofer Institut Freising, Dr. Andreas Späth, Sensorik Bayern GmbH, Regensburg
Kurzzusammenfassung
Die wissenschaftliche Grundlage der antimikrobiellen Photodynamik ist die Interaktion von Licht und speziellen Farbstoffen (sog. Photosensibilisatoren), die zur Erzeugung reaktiver Sauerstoffspezies führt. Damit werden sowohl multiresistente Bakterien als auch weitere pathogene Mikroorganismen wie Pilze und Sporen äußerst effektiv abgetötet. Gegenstand dieser Untersuchungen sind die Entwicklung und Synthese von neuen und modifizierten Photosensibilisator-Moleküle, deren essentielle Eigenschaften Ladung, Größe und Molekulargewicht sind, um diese nicht nur im medizinischen Bereich, sondern vor allem im Lebensmittelbereich erfolgreich einsetzen zu können.
Förderung: Bayerische Forschungsstiftung, Industriemittel


Innovatives Desinfektionsverfahren auf Basis der Photodynamik
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter: Dr. Johannes Regensburger, Dr. Anja Eichner, Dr. Ariane Felgenträger, Dr. Anita Gollmer
Kooperation: Dr. Andreas Späth, Sensorik Bayern GmbH, Regensburg; Prof. Dr. Burckhard König, Lehrstuhl für Organische Chemie Universität Regensburg
Kurzzusammenfassung
Basierend auf dem Wirkmechanismus der Photodynamik sollen in diesem Forschungsprojekt die Möglichkeit der Entwicklung selbstdesinfizierender photoaktiver Oberflächen durch Immobilisierung geeigneter Photosensibilisatoren in/auf diesen Oberflächen untersucht werden.


Die wellenlängenabhängige Erzeugung von Singulett Sauerstoff im UV-Bereich von 280 – 400 nm durch endogene Photosensibilisatoren in Lösung und in Hautzellen
Leitung: Dr. Johannes Regensburger
Kurzzusammenfassung
Neben den unbestritten positiven Effekten von Sonnenlicht kann die darin enthaltene ultraviolette Strahlung einen Sonnenbrand, die vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs verursachen. Die zugrunde liegenden Schädigungsmechanismen werden in der Regel getrennt in den jeweiligen Spektralbereichen UVA (320 – 400 nm) und UVB (280 – 320 nm) in vitro untersucht und bewertet. Die UVB Strahlung wird direkt in der DNS absorbiert und verursacht damit Schäden in den Hautzellen durch die Bildung von Cyclobutanpyrimidin Dimere und Pyrimidin-Pyrimidon-Photoprodukten. Das langwellige UVA Strahlung (340 – 400 nm) dagegen wird durch andere Moleküle (endogene Photosensibilisatoren) in den Zellen absorbiert, wobei die absorbierte Energie auf molekularen Sauerstoff übertragen werden kann. Dadurch bildet sich kurzzeitig der hochreaktive Singulett Sauerstoff, der oxidative Schäden sowie regulatorische Effekte in den Hautzellen verursacht. Im Projekt soll mittels Lumineszenzspektroskopie untersucht werden, inwieweit Singulett Sauerstoff auch bei kürzeren Wellenlängen (280 - 340 nm) unter Mitwirkung noch nicht untersuchter endogener Photosensibilisatoren erzeugt werden kann. Auch soll geklärt werden, ob dadurch die bekannten Schädigungsmechanismen in Zellen beeinflusst werden. Ebenso soll untersucht werden, in welchem Ausmaß UV Bestrahlung die endogenen Photosensibilisatoren bereits während der Bestrahlung chemisch verändert, deren Fähigkeit Singulett Sauerstoff zu erzeugen abschwächen oder sogar verstärken. Danach wird die Regulation von Matrixmetalloproteinasen, Interleukinen und MAP-Kinasen  mit der Erzeugung von Singulett Sauerstoff unter den verschiedenen Bestrahlungsmodalitäten korreliert.
Förderung: DFG RE 3323/2-1


Höchstauflösende Bildgebung zur Untersuchung der photodynamischen Inaktivierung von pathogenen Mikroorganismen
Leitung: Dr. Anita Gollmer
Mitarbeiter: Ewa Kowalewski
Kooperationspartner: Prof. Burkhardt König, Institut für Organische Chemie, Universität Regensburg, Dr. Josef Schröder, Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Regensburg, Dr. Cristina Flors, IMDEA, Madrid, Dr. Santiago Casado, IMDEA, Madrid
Kurzzusammenfassung
Die photodynamische Inaktivierung (PDI) von Mikroorganismen stellt eine hervorragende, neue antimikrobielle Methode dar, die gegen pathogene Mikroorganismen wirkungsvoll eingesetzt werden könnte, sowohl in der Anwendung am Menschen als auch im Lebensmittel- und Umweltbereich. Da die relevanten Mikroorganismen für Untersuchungen mit konventionellen Fluoreszenzmikroskopen zu klein sind, gibt es noch deutliche Lücken im grundlegenden Verständnis der Wirkmechanismen der PDI, die auch eine Optimierung des Verfahrens erschweren. Deswegen ist es das Ziel des Forschungsvorhabens, die beiden höchstauflösenden Methoden PALM/STORM und TEM für die PDI zu kombinieren. Diese Kombination und zusätzliche Resultate aus spektroskopischen Messungen sollen es möglich machen, die Wechselwirkung zwischen Licht, Photosensibilisator und Sauerstoff in Mikroorganismen besser zu verstehen und die Effizienz der PDI zu optimieren.
Förderung: DFG GO 2340/1-1


 
Entwicklung neuer Photosensibilisatoren zur endodontischen und parodontischen Anwendung
Leitung: PD Dr. Tim Maisch
Mitarbeiter: Dr. Anja Eichner, Dr. Ariane Felgenträger, Dr. Anita Gollmer, Dr. Johannes Regensburger
Kooperation: Prof. W. Buchalla, Dr. Karl-Anton Hiller, Dr. Laura Tabenski, Dr. Fabian Cieplik, Isabelle Tabenski (alle: Klinik und Poliklinik für Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie); Dr. Andreas Späth, Sensorik Bayern GmbH, Regensburg
Kurzzusammenfassung
In diesem Kooperations-Forschungsprojekt, bestehend aus Mitarbeiter des Instituts für Organische Chemie, der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie werden die antibakteriellen photodynamischen Eigenschaften neuentwickelter Photosensibilisatoren gegenüber Bakterien in Biofilmen untersucht. Da Erkrankungen der Mundhöhle wie z.B. Parodontitis und endodontische Infektionen ein vorrangiges Einsatzgebiet der PIB darstellen, werden diese Biofilme in vitro aus den oralen Leitkeimen Actinomyces naeslundii, Fusobacterium nucleatum und Enterococcus faecalis kultiviert.
Förderung: Industriemittel, DFG


 
Penetrationsverhalten verschiedener Farbstoffe für die Photodynamische Therapie
Leitung: PD Dr. T. Maisch
Mitarbeiter: med. Doktoranden
Kurzzusammenfassung
Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung der PDT ist die ausreichende Penetration von für die PDT geeigneten Farbstoffen in die erkrankte Haut. Im Rahmen des Projektes wird die Penetrationsfähigkeit verschiedener Farbstoffe mittels fluoreszenzoptischer Verfahren untersucht sowie mittels TUNEL- oder NBTC-Assays im ex vivo-Modell die Induktion eines phototoxischen Schadens bei nachfolgender Bestrahlung ermittelt.
Förderung: eigene Mittel, Industriemittel


Entwicklung neuer Photosensibilisatoren zur photodynamischen Inaktivierung von Leishmanien
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Uwe Ritter
Mitarbeiter: Dr. Maximilian Schmid, Anna Hurst
Kooperation: Prof. Dr. Uwe Ritter, Dr. Maximilian Schmid, Institut für Immunologie, Universität Regensburg, Andreas Späth, Sensorik Bayern GmbH, Regensburg
Kurzzusammenfassung
Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes sollen die anti-parasitären Eigenschaften von neuen Photosensibilisatoren zur photodynamischen Inaktivierung von Leishmanien untersucht werden. Hierbei steht die Evaluierung von geeigneten Photosensibilisatoren zur lokalen Therapie der kutanen Leishmaniose im Vordergrund. Erste Ergebnisse zeigen, dass photodynamische Substanzen nach entsprechender Belichtung eine leishmanizide Wirkung besitzen. Somit können die Parasiten durch photodynamische Prozesse erfolgreich abgetötet werde. Inwieweit photodynmische Substanzen zur Therapie der Leishmaniose eingesetzt werden können, ist Gegenstand der Forschung. Deshalb sollen im Rahmen dieses Projektes folgende Fragestellungen beantwortet werden: i) Suche und Synthese geeigneter photodynamischer Substanzen mit parasitärer Wirkung,  ii) in vitro Untersuchungen zur phototoxizität auf menschliche Wirtszellen, iii) Analysen zur Applikation und Wirkung photodynamische Substanzen im experimentellen Modell der Leishmaniose. Zielsetzung: Anwendung von photodynamischen Substanzen zur Therapie der lokal kutanen Leishmaniose.   
Förderung: Bayerische Forschungsstiftung (BFS)


Verteilung, Persistenz und Charakterisierung von Archaea-Bakterien auf der menschlichen Haut
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter: Dr. Christina Drescher
Kooperation: Lehrstuhl für Mikrobiologie und Archaeenzentrum Universität Regensburg, Dr. Christine Moissl-Eichinger, Dr. Harald Huber
Kurzzusammenfassung
Die Erforschung des menschlichen Mikrobioms hat wertvolle Informationen über die mikrobiellen Bewohner auf der Haut und dessen potentielle Krankheitserregern ergeben. Auf diese Weise konnte durch neue  Screening-Verfahren auf Basis von DNA–Sequenzierung tausende von Bakterien identifiziert werden, die mit der menschlichen Haut in Verbindung gebracht werden können. Dabei spielen vor allem die Archaeen eine besondere Rolle.  Erste Studien belegen, dass Archaeen Teil der menschlichen Haut-Mikrobioms darstellen und für den Ammoniak-Umsatz auf der menschlichen Haut eine Rolle spielen. Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes soll nun der Einfluss und mögliche Wechselwirkungen von Archaeen mit gesunder und geschädigter menschlichen Haut untersucht werden.
Förderung: DFG, eigene Mittel


Cold-atmospheric plasma: A new approach to kill microorganisms
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Sigrid Karrer
Mitarbeiter: med. Doktoranden
Kurzzusammenfassung
In den letzten Jahren hat sich die antimikrobielle Plasmamedizin in infolge des zunehmenden Verständnisses für komplexe Plasmaphänomene und der Entwicklung vielfältiger neuer Plasmaquellen zu einem innovativen interdisziplinären Forschungsgebiet mit großem Potential entwickelt. Unter "kaltem Plasma" versteht man teilweise ionisiertes Gas, das zu einem großen Anteil aus freien Ladungsträgern wie Ionen und Elektronen, freien Radikalen, Molekülen und zusätzlich auch aus neutralen Atomen besteht. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, genaue Kenntnisse über die antimikrobiellen Effekte bei Mikroorganismen zu erhalten. Diese Erkenntnisse stellen wichtige Informationen dar, die für das Verständnis der Wirkungsweise von Plasma gegenüber pathogenen Keimen unerlässlich sind, um beispielsweise die Möglichkeit einer Resistenzentwicklung gegenüber Plasma abzuschätzen.
Förderung: Max-Planck-Gesellschaft, MPE für extraterrestrische Physik


Linolsäure und PPARs in Wechselwirkung mit Singulett Sauerstoff nach UV-A Bestrahlung, Einfluss auf humane Hautzellen
Leitung: PD Dr. Tim Maisch, Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Mitarbeiter: Dr. Johannes Regensburger, Dr. Ariane Felgenträger
Kurzzusammenfassung
Die UV-A Bestrahlung der Haut führt zu verschiedenen biologischen Effekten die vor allem durch die Entstehung von reaktiven Sauerstoffspezies, insbesondere Singulett Sauerstoff, verursacht werden. Vor kurzem konnte erstmals gezeigt werden, dass die Generierung von Singulett Sauerstoff nach UV-A Bestrahlung ohne exogene Photosensibilisatoren in vitro und in vivo möglich ist. Allgemein akzeptiert ist die Tatsache, dass Sonnenlicht und UV Exposition bei der Haut zum "Skin aging" führen und auch die Entstehung von Hauttumoren fördern. Die Verwendung von Linolsäure bei der Behandlung von chronischen und akuten Entzündungszuständen der Haut hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen. Denn ungesättigte Fettsäuren sind für die Barrierefunktion der gesunden Haut notwendig sind. In diesem vorliegenden Projekt soll nun der Einfluss von Linolsäure auf Keratinozyten vor und nach UV-A Bestrahlung untersucht werden. Dabei soll der regulatorische Einfluss von Linolsäure auf Ebene der Proliferation und Differenzierung von Kerationzyten   in vitro analysiert werden.
Förderung: Industriemittel


Untersuchung von Inhaltsstoffen Tätowierfarben und deren Transport sowie Verteilung im menschlichen Körper
Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Bäumler
Kooperation: Prof. Dr. Randolph Penning, Institut für Rechtsmedizin LMU München, Dr. Peter Laux, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Berlin, PD Dr. Vivien Schacht, Dermatologie, MHH Hannover
Kurzzusammenfassung
In den letzten Jahren stieg die Anzahl von vor allem junger Leute signifikant an, die sich ein Tattoo haben stechen lassen. In den Vereinigten Staaten sind derzeit ca. 24% der Bevölkerung tätowiert, während die Angaben für Deutschand bei ca. 9% liegen. Dabei gehören zu den Tätowierungen nicht nur Schmucktätowierungen auf Armen, Rücken etc., welche zumeist Ausdruck bestimmter Lebenserfahrungen sind, sondern auch Permanent-Makeups auf Lippen, Augenbrauen und Augenlidern, die sich zunehmend der Nachfrage von Frauen unterschiedlicher Altersgruppen aller gesellschaftlichen Schichten erfreuen. In dem Prozess des Tätowierens wird eine Pigmentsuspension in die Dermis eingebracht, indem die Epidermis mit feinen Nadeln, welche mit Farbstoff benetzt sind, durchstochen wird. Es gilt die Frage zu klären, welche Reaktionen die Farbpigmente und deren Zusatzstoffe in Tätowierungsfarbstoffen in der Haut des Menschen auslösen. Desweiteren sollte geklärt werden, ob die verwendeten Farbpigmente oder deren Zusatzstoffe bei den verwendeten Mengen an Tätowierungsfarbe und der gebräuchlichen Methodik des Tätowierens nicht auch in das Blutgefäßsystem gelangen und sich in Lunge, Leber, Milz oder Gehirn ablagern können.


Graft-versus-host Erkrankung nach Stammzelltransplantation
Leitung: Prof. Dr. S. Karrer
Kurzzusammenfassung
In Kooperation mit der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie (Prof. Dr. R. Andreesen, Prof. Dr. E. Holler, Prof. Dr. M. Kreutz, Dr. U. Schulz) werden unterschiedliche Fragestellungen zur Entstehung und Prophylaxe der Graft-versus-host Erkrankung der Haut nach allogener Stammzelltransplantation bearbeitet.


Biomarkerinitiative malignes Melanom
Leitung: PD Dr. med. S. Meyer
Mitarbeiter/innen: T. Schifferlein
Kurzzusammenfassung
Die Prognose- und auch Diagnosestellung beim malignen Melanom ist meist als statistische Aussage im Vergleich zu dem Durchschnitt vergleichbarer Fälle grob, ungenau und und nicht individuell zu stellen. Durch Erfassung der Daten von 2000 Melanompatienten und Etablierung eines 'Tissue Arrays' in diesem Maßstab wird versucht, molekulare Biomarker zu evaluieren zur verfeinerten diagnostischen Abgrenzung von gutartigen Tumoren und zur verbesserten Prognostik.

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Letzte Aktualisierung: 07.10.2014 | Online-Redaktion
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