
Leitung: PD Dr. med. Helmut Sachs, Prof. Dr. med. Veit-Peter Gabel
Entwicklung von Operationsmethoden im Rahmen der Anwendung von subretinal plazierbaren Sehprothesen im Tiermodell
Bei der Entwicklung von Sehprothesen für Blinde oder stark Sehschwache kommt der chirurgischen Implantierbarkeit und der Verträglichkeit der verwendeten Implantate eine entscheidende Bedeutung zu. Erkrankte mit Defekten im Bereich der ersten Stufe der Wahrnehmung in der Netzhaut wie z.B. bei der Retinitis Pigmentosa könnten durch eine Versorgung mit einer Prothese ein gewisses verlorengegangenes Sehvermögen wiedergewinnen.
In Zusammenarbeit mit Forschergruppen in Tübingen, Reutlingen und Stuttgart werden die dort entwickelten Bauteile von uns derzeit am Tiermodell auf ihre Funktion und Verträglichkeit für eine Implantation unter die Netzhaut getestet. Mehrere chirurgische Verfahren zur Implantation der "Seh-Chips" wurden entwickelt und die gewonnenen Erkenntnisse direkt bei der Weiterentwicklung der elektronischen Bauteile umgesetzt.
Die prinzipielle Machbarkeit konnte am Tiermodell (Kaninchen, Schwein) demonstriert werden. Der elektrophysiologische Nachweis, dass durch die implantierten Prothesen ein Seheindruck im Gehirn der Versuchstiere entsteht, wurde erbracht. Die chirurgischen Zugangswege an menschenähnlichen okulären Verhältnissen wurden erfolgreich getestet und eine Langzeitverträglichkeit nachgewiesen.